Wasserstoff-Tankstellen (HRS) - Verfügbarkeitssystem

Im Auftrag der FCH 2 JU der Europäischen Kommission hat ENDA, in Zusammenarbeit mit SPILETT new-technologies und ElementEnergy, erfolgreich ein Echtzeit-Informationssystem über die Verfügbarkeit von aktuellen und zukünftigen Wasserstofftankstellen in Europa entwickelt.

Visualisierung

Eine öffentlich zugängliche, interaktive Karte auf Basis von OpenStreetMap-Kacheln zeigt alle H2-Tankstellen mit ihrem aktuellen Verfügbarkeitsstatus an. Die schlicht gestalteten Icons zeigen auf den ersten Blick, welche Stationen genutzt werden können und geben mit einem Klick weitere Informationen zu Standort, Öffnungszeiten und mehr. Diese einfach zu bedienende Karte kann auf der Website, in Apps oder Auto-Navigationssystemen verwendet werden. Damit steht den Besitzern von Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugen (FCEV) eine zuverlässige Quelle zur Verfügung, die der weit verbreiteten Angst vor aufwändigem und zeitraubendem Tanken entgegenwirkt.

Icons zur Illustration der HRS-Verfuegbarkeitsstatus
Icons zur Illustration der HRS-Verfuegbarkeitsstatus
HRS Verfuegbarkeits-Karte
HRS Verfuegbarkeits-Karte

Systemaufbau

Das vorgeschlagene System beinhaltet eine hardwarebasierte Lösung (Typ A) und die Möglichkeit für HRS-Betreiber, ein Signal von ihren Tankstellen zu senden, um eine webbasierte Plattform (Typ B) zu aktualisieren.

Typ A Stationen nutzen den HRS-Verfügbarkeitstransmitter (HRS-AT), um die Verfügbarkeits- und Wartungssignale von der Anlagensteuerung über 24-V-Digitaleingänge (DIO-Modul) zu erfassen. Um böswillige Operationen zu verhindern, gibt es keine Interaktion mit dem Leitsystem. Der HRS Verfügbarkeitstransmitter basiert auf einem industrietauglichen Mikrocomputer (Revolution Raspberry Pi) mit genormten Steckverbindern für bis zu 10 Eingangssignale und ist für den Einsatz im typischen Schaltanlagenbau mit Hutschienenmontage und 24 V DC Spannungsversorgung konzipiert. Falls vor Ort keine 24 V DC Spannungsversorgung zur Verfügung steht, kann ein externes Netzteil neben dem Messumformer montiert werden. Ebenso kann ein externes Zellenmodem überall dort montiert werden, wo keine lokale Internetverbindung zur Verfügung steht. Die Signale werden über einen verschlüsselten Kanal an die Cloud-basierte EU-HRS-Plattform übertragen.

Stationen vom Typ B benötigen keine zusätzliche Hardware, um ein Signal vom Standort zur HRS-Verfügbarkeitsplattform zu übertragen. Die bestehenden herstellerspezifischen Überwachungssysteme sind bereits an Vor-Ort-Leitsysteme angeschlossen und dienen dazu, ein periodisches Verfügbarkeitssignal an die EU-HRS-Verfügbarkeitsplattform zu senden. Die Signale des deutschen Altsystems (Cumulocity) und NEL werden über die bereits vorhandenen Pull-Schnittstellen abgeholt, während ITM die standardisierte EU-Push-API verwendet. Die Metriken werden über Icinga 2-Check-Befehle direkt auf dem Monitoring-Server gesammelt.

Grafik fuer den Systemaufbau
Systemaufbau: Typ A / Typ B